Aktuelles

Balkon-Photovoltaik Vortrag - die Zweite

16.09.2019 17:00 - 18:00: Kulturzentrum PFL, Peterstraße, Oldenburg:
Nach unserem gut besuchten Vortrag vom Mai wollen wir diesen zum Anlass des 25jährigen Jubiläums des Umwelthauses noch einmal halten. Diesmal aber mit leicht wechselnder Besetzung (Sönke Burkert und Jonas Stührenberg) und einem neuen Veranstaltungsort. Und soviel kann schon versprochen werden: Das Thema bleibt heiß umkämpft und hat in seiner Brisanz nicht nachgelassen.

Strom dezentral erzeugen und einfach selbst nutzen – diese fundamentale Idee der Energiewende können vielen Strom-Nutzer*innen nicht in die Tat umsetzen. Was bei unseren niederländischen Nachbarn zur geliebten Normalität gehört, gilt bei uns als fragwürdig. Warum? Es ist eigentlich sehr einfach: Ein oder zwei Photovoltaik-Module, am Balkon befestigt oder auf der Terrasse aufgestellt, können mit einem Wechselrichter direkt an das häusliche Stromnetz angeschlossen werden. Jeder Haushalt kann so einen Teil seines Stroms günstig und netzschonend selbst produzieren und direkt verbrauchen. Der Stromzähler läuft dann einfach langsamer. Das wäre für Mieter*innen und Menschen mit Wohnungseigentum oft die beste Chance an der Energiewende teilzunehmen. Doch die einfachste Form der Einspeisung über den Schukostecker ist nicht genormt, was viele Netzbetreiber für irreführende Informationen nutzen und potentielle Prosumenten verschreckt.

Der Vortrag will für die Chancen, die diese Technik bietet, werben. Außerdem wird die Bedeutung für die Prosumenten-Idee und die gesamtgesellschaftliche Energiewende in den Blick genommen und letztendlich gezeigt, wie viel Spaß die erste eigene Kilowattstunde macht. Im Rahmen der Veranstaltung wird es auch Raum für praktische Fragen zur Realisierung geben.

Podiumsdiskussion "Bürgerenergie oder Energieriesen"

Dienstag, 10. September 2019, um 18 Uhr, im Kulturzentrum PFL, Vortragssaal
Am kommenden Dienstag wird unser Vorstand Sebastian Specht neben weiteren illustren Gästen wie zum Beispiel Arwen Collel, von unserer Partnergenossenschaft aus Berlin, auf dem Podium sitzen, um über die Frage einer "Energiewende durch die Bürger oder durch die Energieriesen" zu philosophieren. Ihr ahnt schon worauf das Ganze hinausläuft! Nach dem Highlander-Prinzip kann es nur eine im Netz geben und das ist natürlich die ..... Olegeno! Ganz klare Sache!

Und jetzt in Seriös:

Die erneuerbaren Energien haben den Energiemarkt verändert. Zuvor lieferten große Unternehmen Strom und Wärme. Inzwischen produzieren viele Bürgerinnen und Bürger ihre Energie selbst. Sei es beispielsweise über genossenschaftliche Beteiligungen an lokalen Windrädern oder mit Solaranlagen auf dem eigenen Dach.

Gehört die Zukunft also den von Bürgerinnen und Bürgern getragenen Energiegemeinschaften, die sich lokal bilden und möglichst autonom versorgen? Welche Rolle nehmen die klassischen Energieversorger ein? Sind die beiden Versorgungsmodelle miteinander vereinbar oder schließen sie sich gegenseitig aus?

Bei der Veranstaltung stellen Expertinnen und Experten ihre Modelle für eine dezentrale Energieversorgung vor. Sie zeigen dabei die jeweiligen politischen, gesetzlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen auf und diskutieren unterschiedliche Lösungsansätze. Das Publikum kann sich mit Fragen und Diskussionsbeiträgen gerne einbringen.

Zu Gast an diesem Abend im Kulturzentrum PFL sind

Arwen Colell
Politikwissenschaftlerin an der Hochschule für Politik der Technischen Universität München und Mitbegründerin der Genossenschaft BürgerEnergie Berlin. Frau Colell erforscht, welche Rolle Bürgerinnen und Bürger beim Ausbau der klimafreundlichen Energieversorgung spielen und welche Rahmenbedingungen sie benötigen, um sich an der Energieerzeugung beteiligen zu können.

Sebastian Specht
Vorstand der Oldenburger Energie-Genossenschaft Olegeno. Er berichtet, wie die Oldenburgerinnen und Oldenburger die Energiewende in ihrer Stadt und Region mitgestalten können.

Prof. Jens Strüker
Geschäftsführer des Instituts für Energiewirtschaft (INEWI) an der Hochschule Fresenius. Professor Strüker erläutert, welche Möglichkeiten die Digitalisierung und die Vernetzung von Daten wie beispielsweise die Blockchain-Technologie für die dezentrale Energieversorgung bieten.

Durch die Veranstaltung leitet

Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff, Vorstand des Instituts für Informatik (OFFIS e.V.). Er forscht seit vielen Jahren zum Thema Energie und stellt Besucherinnen und Besuchern seine Vision von der zukünftigen Energieversorgung vor.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Olegeno, Prince Charles und ökologische Autorennen. Prince Charles?

Liebe Olegeno-Mitglieder,
liebe Kundinnen und Kunden,
liebe Freundinnen und Freunde,

In diesem Newsletter:

  • Kurzbericht von der Generalversammlung

  • Tag der Energiewende an diesem Samstag, 9.6.2018

  • Einladung zum Workshop „Bürger-Energie als soziale Innovation“, 27.6.2018

Unsere 11. Generalversammlung, zum ersten Mal in den Räumen der Polygenos eG, fand am Dienstag der letzten Woche stand. Dass alle Teilnehmenden trotz Hitze und den Zahlenkolonnen des Jahresabschlusses aufmerksam blieben, lag wohl nicht zuletzt am engagierten Bericht des Teams und des Vorstandes. Die AG Solar hat viel Kompetenz aufgebaut, musste aber auch von einigen Rückschlägen berichten. Aber wir sind guter Dinge, denn die aktuelle Entwicklung eines Projektes ist sehr positiv. Der Vertrieb des Bürger-Ökostroms sorgt weiterhin für wachsende Einnahmen, denn jeden Monat bekommen wir neue Kunden. Sind Sie schon dabei? Unser Ziel für 2018: Mit den Erlösen des Bürger-Ökostroms wollen wir unsere laufenden Kosten decken. Nicht zuletzt haben wir auch durch die Beteiligung an Veranstaltungen zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit wieder viel Zeit und Energie in eine zukunftsfähige Energiekultur investiert.

Ein echtes Highlight nach der Generalversammlung war jedoch der erste Olegeno Energie-Stammtisch in unserem neubezogenen Büro- und Teamraum im Poly-Haus. Hier genossen wir mit Bürger-Energie gekühlte Getränke und schmiedeten neue Pläne für das Jahr. Eine Stromwechselparty und eine Anti-Atom-Ausstellung sind darunter und auf ein paar Oldenburger Balkonen wird in Zukunft Strom erzeugt werden... Wir werden davon berichten, aber beim nächsten Mal sollten Sie unbedingt selbst dabei sein.

Teaser: Rennbahn

In ganz naher Zukunft - am Samstag - findet auf dem Julius-Mosen-Platz, am Lefferseck und im Schlauen Haus der „Tag der Energiewende“ statt. Wir haben unseren Stand am Lefferseck und planen dieses mal etwas Besonderes: Eine fahrradbetriebene Carrera-Bahn. Hier können die Oldenburger_innen testen, wie viel Energie-Bürger in ihnen steckt. Natürlich möchten wir Menschen für die Idee der Bürgerenergie gewinnen - ob als Stromkunden oder Genossenschaftsmitglieder - und wir haben uns sagen lassen: Spaß kann dabei nicht schaden. Schauen Sie vorbei. Und wenn Sie uns bei der Betreuung der Bahn und des Standes unterstützen können, setzen Sie sich bitte mit mir durch Antwort auf diese Nachricht in Verbindung.

Olegeno Stand 2016

Bürgerenergie-Projekte sind nicht (nur) deshalb spannend, weil sie den Klimaschutz und den Ausbau der Erneuerbaren vorantreiben (und es muss wirklich schneller gehen!), sondern weil sie eine soziale Innovation sind. Soziale Innovation? Bürgerinnen und Bürger schließen sich zusammen, erarbeiten gemeinsam Neues und verschieben die Machtverhältnisse der alten Energiewelt. Sie wissen das, aber die Politik versteht es oft noch nicht.

Eine, die auszog darüber ihre Doktorarbeit zu schreiben und das zu ändern, ist Arwen Colell, Politikwissenschaftlerin und Mitgründerin der Stromnetzkaufgenossenschaft BürgerEnergie Berlin (BEB). Sind soziale Innovationen etwas, dass Bürgerenergieprojekte über Grenzen hinweg verbindet? Was bedeutet das für eine zukunftsorientierte Energiepolitk? Um diese Frage zu beantworten hat Arwen unter anderem Olegeno Team-Mitglieder interviewt. Aber nicht nur: Nun kommt sie mit Forschungsergebnissen aus acht Energieprojekten und vier Ländern zurück, um mit uns ihre Ergebnisse zu diskutieren.

Kommen Sie vorbei und hören Sie sich die Geschichte der kleinen dänischen Insel an, die innerhalb von zehn Jahren ihr komplettes Energiesystem auf Erneuerbare umgebaut hat. Als die Bürger damit fertig waren beschlossen sie kurzerhand keinen Müll mehr zu produzieren. Diskutieren Sie mit uns, warum alte, erfolgreiche Genossenschaften sich so schwer damit tun, innovative Zukunftsideen zu entwerfen, und was sie von der Olegeno lernen können. Vor allem aber, lassen Sie uns gemeinsam verstehen, wie wir soziale Innovationen erkennen und für uns nutzbar machen können, und was wir voneinander lernen können, politisch und in unserer täglichen Arbeit.

Das Treffen wird am Mittwoch, dem 27. Juni 2018, stattfinden. Der Ort steht noch nicht fest, wir wollen aber um 18 Uhr mit einem gemeinsamen Abendessen beginnen, zu dem Sie gerne einen Salat, Brotaufstriche oder Getränke mitbringen können. Melden Sie sich bitte per Mail durch Antwort auf diese Nachricht an, dann teilen wir Ihnen den Ort rechtzeitig mit.

Einer der größten britischen Fürsprecher von Bürgerenergie, die im Süden der Insel noch sehr in den Kinderschuhen steckt, ist übrigens Prinz Charles. Ja, tatsächlich. Mehr dazu aber am 27. Juni.

Mit freundlichen Grüßen,

Sebastian Specht
im Namen von Team und Vorstand der Olegeno

 

Kostbar 2018P.S.: Immer wieder ein gutes Geschenk: Das Kostbar-Gutscheinheft. Übrigens: Sie als Olegeno-Mitglied können KOSTBAR zum reduzierten Preis einfach per E-Mail bestellen unter: info@kostbar-oldenburg.de. Bitte als Betreff „Olegeno” angeben und die Postadresse nicht vergessen. Die Rechnung wird mit dem Buch versendet.

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