Aktuelles

Gute Neuigkeiten auf der Generalversammlung

Lieber Mitglieder, liebe Kundinnen und Kunden, liebe Freundinnen und Freunde,

in diesem Newletter:

  • Bericht zur letzten Generalversammlung (Gute Neuigkeiten!)
  • Projekt Bürger-Ladenetz entwickelt sich dynamisch, Aufruf zur Zeichnung weiterer Genossenschaftanteile

Am 28. September feierte die Olegeno das höchste jährliche Fest: Die Generalversammlung. Dieses Mal war es auch eine echte Feier, denn zum 10. Geburtstag schenkt sich die Olegeno eine positive Bilanz! Wir befinden uns auf Wachstumskurs: Die Erträge aus den zwei Photovoltaik-Anlagen der Genossenschaft sowie der Vertrieb von Bürger-Ökostrom und -Ökogas im Verbund der Bürgerwerke tragen zu einem positiven Ergebnis im Geschäftsjahr 2020 bei.

Neben wachsenden Kundenzahlen steigen 2021 im dritten Jahr in Folge auch die Zahl der Mitglieder und ihre Einlagen deutlich: So sind wir bei der Mitgliederzahl jährlich durchschnittlich 8% gewachsen. Die Zahl der gezeichneten Anteile konnte in den letzten 3 Jahren mehr als verdoppelt werden. Damit wächst die Zahl der Oldenburger:innen, die mit der Genossenschaft eine demokratische und partizipative Energiewende in Bürgerhand unterstützen wollen.

Ehemalige Gremienmitglieder wie Jens Giesemann, Meendert Buurmann, Nils Grabbe, Marie Halbach, Bärbel Middelberg und Reinhard Vöhringer übermittelten ihre Gratulationen per E-Mail, Videobotschaft oder vor Ort und beglückwünschten das Team zu dieser Entwicklung. Gelobt wurde das hohe Engagement des ehrenamtlichen Teams und der unablässige, leidenschaftliche Einsatz des Vorstands, was den erfolgreichen Aufbau neuer Geschäftsfelder für die Genossenschaft ermöglichte. Was sollen wir sagen: Das tat wirklich gut!

Die Generalversammlung wurde Corona-bedingt zum zweiten Mal in hybrider Form, also in einer Präsenzveranstaltung mit zusätzlicher Internet-Teilnahme, abgehalten. Das hat sich bewährt und Dank einer auf der Versammlung beschlossenen Satzungsänderung kann dieses Format auch künftig – also Post-Covid – realisiert werden. Ebenso wurde eine Erhöhung der Kündigungsfrist für Geschäftsanteile auf ein Jahr beschlossen, um dem langfristigen und nachhaltigen Charakter der Investitionen der Genossenschaft gerecht zu werden. Wenn Sie mehr Details wollen: Als Mitglied haben Sie die Lizenz zum Lesen™. Schreiben Sie uns eine Mail und wir senden Ihnen Protokoll und Präsentation der Generalversammlung zu. Und wenn Sie etwas näher erläutert haben möchten, nehmen Sie bitte gerne den Telefonhörer in die Hand.

Beim Ausblick auf die laufenden Projekte und die zukünftige Entwicklung traf der Bereich BürgerLadenetz auf besonderes Interesse der anwesenden Mitglieder. Ladesäulenermöglicher Sönke berichtete von den sehr guten Gesprächen mit lokalen Akteuren und Institutionen. Die Fördermittelanträge für mehr als 25 Ladesäulen wurden bereits beantragt. Wir sind guter Stimmung, bald einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende in der Oldenburger Verkehrswende leisten zu können. Unser Aufsichtsrat betont vor allem das Potenzial dieser Unternehmung, Sichtbarkeit für die Olegeno zu schaffen.

Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit, durch Zeichnung weiterer Genossenschaftsanteile unser Eigenkapital aufzustocken, um hier für die Genossenschaft und damit uns alle besonders schnell und schlagkräftig sein zu können: Hier finden Sie das Formular. Sie sind kein Mitglied? Hier finden Sie den Mitgliedsantrag. Und wenn Sie weiterhin spannende öffentliche Standorte innerhalb des Oldenburger Autobahnrings kennen, an denen aufs Auto angewiesene Menschen verweilen: Sönke freut sich weiter über die besten Tipps unter ladenetz(ätt)olegeno.de

Mit freundlichen Grüßen,
Annette Pieper, Herena Torio und Sebastian Specht
im Namen von Team und Vorstand der Olegeno

P.S: Moment, haben wir oben das W-Wort benutzt? Ja, haben wir! Wachstum ist toll, unsere Kinder stehen voll drauf. Wachstum bedeutet für eine Bürger-Energiegenossenschaft: Transformation. Transformation vom fossilen Kapitalismus der Energiewirtschaft hin zu einer Ökonomie des Gemeinwohls. Gemeinwohl-Denken ist nicht neu und hipp, sondern tief in der Genetik des Genossenschaftswesens verankert. Aber an die damit verbundenen Werte muss man immer wieder erinnert werden. Daher sind wir Mitglied des lokalen Netzwerks Gemeinwohl-Ökonomie geworden, denn wir wollen von Freunden gern daran erinnert werden. Das GWÖ-Dings ist nun aber wirklich neu und hipp in Oldenburg...

GWÖ Oldenburg

 

#Ok2030: Olegeno unterstützt Bündnis "Oldenburg klimaneutral 2030"

Die Olegeno Oldenburger Energie-Genossenschaft eG gehört zu den Erstunterzeichner*innen der Forderungen des Bündnisses "Oldenburg klimaneutral 2030". Team und Vorstand der Genossenschaft haben diesen Entschluss gemeinsam gefasst.

Vorstand Sebastian Specht erklärt dazu:

"Uns ist es wichtig, den Ratsmitgliedern und der Stadtverwaltung gegenüber unsere Anerkennung für ihre Arbeit auszudrücken: Wir begrüßen die Beschlussvorlage der Stadtverwaltung, die als Zieljahr für die Klimaneutralität das Jahr 2035 formuliert. Gleichzeitig möchten wir mit unserer Unterstützung des Bündnisses dokumentieren: Ein klimaneutrales Oldenburg bis 2030 ist machbar und notwendig.

Seit einigen Jahren leistet die Olegeno in Oldenburg einen kleinen Beitrag, die große Transformation zu einem zukunftsfähigen Energiesystem voranzubringen. Wir haben hunderte Oldenburger Bürger*innen mobilisiert und tausende Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet. Von einem beherzten Beschluss zur Klimaneutralität Oldenburgs erhoffen wir uns, dass dieser Prozess an Dynamik gewinnt und viele Bürger*innen aktiviert.

Als Genossenschaften verstehen wir uns als demokratisches Unternehmen in der Hand von Bürger*innen. Da wir ein tiefes Vertrauen in die Oldenburger Bürger*innen und die "Kraft der Nachbarschaft" haben, ist es uns besonders wichtig, dass die Forderungen ebenso tief im Vertrauen auf demokratische Prozesse gegründet sind. Partizipative Lösungsansätze haben sich in der Geschichte der Bürger-Energie vielfach bewährt und sind daher für uns zentral für die Einsicht: Ein klimaneutrales Oldenburg bis 2030 ist machbar und notwendig."

Hier finden Sie die Forderungen des Bündnisse "Oldenburg Klimaneutral 2030":

Forderungen "Oldenburg klimaneutral 2030" (PDF)
Forderungen "Oldenburg klimaneutral 2030" (in einfacher Sprache, PDF)

Wir laden Einzelpersonen und Gruppen ein, sich unserem Bündnis anzuschließen und unsere Forderungen ebenfalls zu unterzeichnen.

Kontakt Olegeno:

Sebastian Specht, 0441 - 55970094-0
specht@olegeno.de

Kontakt "Oldenburg klimaneutral 2030"

Imke Janssen, 0176 - 997 880 13
Leonie Mazalla, 0157 - 779 255 79
oldenburg-klimaneutral-2030@posteo.de

Balkon-Photovoltaik - Strom dezentral erzeugen und selbst nutzen

Strom dezentral erzeugen und einfach selbst nutzen – diese fundamentale Idee der Energiewende können vielen Strom-Nutzer*innen nicht in die Tat umsetzen. Was bei unseren niederländischen Nachbarn zur geliebten Normalität gehört, gilt bei uns als fragwürdig. Warum? Es ist eigentlich sehr einfach: Ein oder zwei Photovoltaik-Module, am Balkon befestigt oder auf der Terrasse aufgestellt, können mit einem Wechselrichter direkt an das häusliche Stromnetz angeschlossen werden. Jeder Haushalt kann so einen Teil seines Stroms günstig und netzschonend selbst produzieren und direkt verbrauchen. Der Stromzähler läuft dann einfach langsamer. Das wäre für Mieter*innen und Menschen mit Wohnungseigentum oft die beste Chance an der Energiewende teilzunehmen. Doch die einfachste Form der Einspeisung über den Schukostecker ist nicht genormt, was viele Netzbetreiber für irreführende Informationen nutzen und potentielle Prosumenten verschreckt.

Joost und Sören

Der Vortrag will für die Chancen, die diese Technik bietet, werben. Außerdem wird die Bedeutung für die Prosumenten-Idee und die gesamtgesellschaftliche Energiewende in den Blick genommen und letztendlich gezeigt, wie viel Spaß die erste eigene Kilowattstunde macht. Im Rahmen der Veranstaltung wird es auch Raum für praktische Fragen zur Realisierung geben.

Facebook-Veranstaltungslink: https://www.facebook.com/events/707257933022982

Datum: Dienstag, 7. Mai 2019 von 19:00 bis 20:30

Ort: Aula der BBS Haarentor, Ammerländer Heerstraße 33-39

Eintritt frei, Spende erbeten

Ein Veranstaltung der Olegeno Oldenburger Energie-Genossenschaft eG im Rahmen der Klima-Allianz Oldenburg. Zur Klima-Allinaz gehören: ADFC, Attac, BUND, COAST, Ev. Akademie Oldenburg, Forum Zukunft, Forum St. Peter, Klimaschutzstelle Weser-Ems, Kostbar, Lokale Agenda 21 der Stadt Oldenburg, Misereor, NABU, Ökumenisches Zentrum Oldenburg, olegeno, Umwelthaus Oldenburg, VCD Verkehrsclub Deutschland – Kreisverband Oldenburg Stadt und Land, Cäcilien Schule Oldenburg

Wir bauen unsere erste Photovoltaik-Anlage!

Liebe Kundinnen und Kunden,
liebe Freundinnen und Freunde,

in diesem Newsletter:

  • Wir realisieren eigene Solarstrom-Projekte.
  • #ParentsForFuture
  • Warum Sie jetzt Mitglied werden sollten.

Endlich ist es soweit: Die Olegeno kann eigene Solarstrom-Projekte realisieren und damit neben dem Bürger-Ökostrom und -Ökogas die zweite Säule ihres Geschäftsbetriebes aufbauen. Um an diesen Punkt zu gelangen hat das Team der Olegeno viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit investiert. Wir haben geplant, gerechnet, diskutiert, verworfen, neugeplant und dabei Enttäuschungen aber auch Hoffnung und Auftrieb erlebt. Was am Ende zählt: Wir haben unglaublich viel gelernt und unser Einsatz hat sich nun gelohnt.

PV-Modul und Hände, die Stecker halten

In den nächsten Wochen und Monaten werden wir zwei neue Anlagen auf Oldenburgs Dächer bringen. Gleich nach Ostern beginnen die Bauarbeiten an unserer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der neuen Feuerwache in der Ibo-Koch-Straße. Einige Wochen später planen wir in Nadorst die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage, die den erzeugten Strom den Mietern des Hauses direkt zur Verfügung stellt. Damit erhöhen wir den Anteil erneuerbarer Energien in Oldenburg.

Diese Projekte werden mit dem Geld unserer Mitglieder finanziert. Dafür verwenden wir sowohl die bestehenden als auch neu gezeichnete Genossenschaftsanteile. Ein neues Instrument sind die auf Wunsch an Mitglieder ausgegebenen „Solarbausteine”. Dabei handelt es sich um Nachrangdarlehen mit festgelegtem Zinssatz und Tilgungstermin für den Zweck, Photovoltaik-Anlagen zu bauen. Mit diesen Instrumenten planen wir die vollständige Finanzierung der zukünftigen Anlagen.

Macht es wie wir Kinder: Werdet erwachsen!

Diese neuen Photovoltaik-Anlagen sind nicht das Einzige, was uns im Olegeno-Team zur Zeit elektrisiert. Wir sind begeistert über die Oldenburger Schülerinnen und Schüler, die sich hinter #FridaysForFuture versammeln und auch uns daran erinnern: Mit ein bisschen mehr erneuerbarem Strom ist es noch lange nicht getan. Als #ParentsForFuture haben meine Frau und ich die Schülerinnen und Schüler auf der letzten Demonstration in unserer Mittagspause unterstützt. Dabei sind wir auch dem einen oder anderen Olegeno-Mitglied begegnet. Sind Sie beim nächsten Mal am 12. April 2019 dabei? Lassen wir uns von diesen jungen Menschen herausfordern.

Die Schülerinnen und Schüler erinnern uns, dass der Wohlstand unserer Gesellschaft unter den jetzigen Bedingungen nicht zukunftsfähig ist. Daraus müssen Politik und Wirtschaft genauso Konsequenzen ziehen wie jeder Einzelne. Getreu dem alten Genossenschaftscredo „Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele…” haben wir uns deshalb als Genossenschaft einer zukunftsfähigen Energiekultur verschrieben: Gemeinsam können wir mehr bewegen als einzeln! Werden auch Sie jetzt Mitglied der Olegeno Oldenburger Energie-Genossenschaft eG. Hier finden Sie den Mitgliedsantrag: https://www.olegeno.de/ueber-uns/mitglied-werden.html

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Specht
im Namen von Team und Vorstand der Olegeno

Energiesammelgesetz - Nacht- und Nebelaktion gegen Sonnenenergie?

Wenn die Bundesregierung zum 01.01.2019 die Vergütung von Aufdach-Photovoltaikanlagen zwischen 40 und 750 kW um 20 Prozent und den Mieterstrom-Zuschlag damit um bis zu 60 Prozent senkt, werden Vertrauensschutz und Investitionssicherheit mit Füßen getreten. Die Kürzung würde den Photovoltaik-Ausbau abrupt erlahmen lassen und viele Projekte auf Jahre oder dauerhaft blockieren.

Das Energiesammelgesetz ist ein weiterer herber Schlag gegen die dezentrale Energiewende und insbesondere gegen Akteure der Bürgerenergie wie die Olegeno (Oldenburger Energie-Genossenschaft eG). Die zu niedrigen Ausbauziele bieten keine langfristige Planungssicherheit und die Kürzungen bei der Photovoltaik gefährden deutschlandweit kurzfristig unzählige Projekte.

Die Olegeno eG hat als städtisch verankerte Bürgerenergie-Genossenschaft ihre Projektplanungen in der Vergangheit auf Dachanlagen fokussiert, obwohl diese aufwändig in der Projektierung sind und wirtschaftlich wenig Gewinn versprechen. Warum? Dachanlagen benötigen keine zusätzlichen Flächen und nehmen die öffentlichen Netze oft kaum in Anspruch. Sie sind ein wertvoller Baustein der Energiewende. Investitionen sollten hier für die Erreichung der Klima-Ziele ausgebaut statt gekürzt werden. Solche Anlagen sind insbesondere eine Domäne der Bürgerenergie, denn diese Projekte bieten den beteiligten Bürgerinnen und Bürger eine Möglichkeit zur Identifikation mit der Energiewende in Oldenburg und Umgebung.

Nach Jahren des Stillstands und des Verlustes zehntausender Jobs ist die Solarbranche 2018 wieder langsam in Fahrt gekommen. Dass dieser zarte Hoffnungsschimmer nun mit einem Schlag wieder vernichtet werden soll, ist höchst unverständlich. Von einer Überförderung kann überhaupt keine Rede sein. Die Photovoltaik musste in den letzten Monaten schon eine Vergütungsabsenkung von einem Prozent pro Monat hinnehmen. Zwar gab es in den vergangenen Monaten eine Senkung der Einkaufspreise bei den Solarmodulen, dies erleichtert solche Projekte jedoch nur unwesentlich. Der Großteil der Investitionskosten übersetzt sich heute bereits in lokale Wertschöpfung für unsere Region durch die Montage der Anlagen und die Integration in die Gebäudetechnik. Zudem steigen andere Kosten, wie zum Beispiel durch den gesetzlich vorgeschriebenen Smart Meter Rollout.

Mit dem extrem kurzfristig öffentlich gewordenen umfangreichen Gesetzesentwurf sollten wir offenbar nicht nur überrascht, sondern überrumpelt werden. Das ist einer Demokratie unwürdig. Diese Förderkürzung darf so nicht umgesetzt werden.

Wir schließen uns des Weiteren den ausführlichen Stellungnahmen unseres Bundesverbandes Bündnis Bürgerenergie und beispielhaft unserer befreundeten Genossenschaft Die Energiegewinner eG aus Köln an: